Vortrag Reiner Schwarz

Vortrag Reiner Schwarz Heilbronn 2017

Imker Rainer Schwarz zu Gast am 14.02.2017 in Heilbronn


Ein selten großer Andrang herrschte zur Jahreshauptversammlung 2017 des Imkervereins Heilbronn. Der Raumteiler der Gaststätte musste zu später Stunde entfernt und Stühle herbeigeschafft werden.

Reiner Schwarz hat seinen Hausberg verlassen und ist aus dem fernen Chiemgau der Einladung nach Heilbronn gefolgt um die JHV mit Leben und neuen Erkenntnissen zu füllen. Es war ihm sichtlich eine große Freude an diesem Abend den Zuhörern mit seinem Vortrag zur Buckfastbiene und ihrer Herkunft den Abend zu bereichern.
Der sympathische Bayer begann über die lokalen Verhältnissen seiner Heimat sowie der Imkerei in seiner Heimatregion zu berichten. Die Gegend rund um den Chiemsee ist bildschön, bietet jedoch auf Grund der härteren Klimaverhältnisse eine andere Art der Imkerei wie in den gemäßigteren Gegenden im Norden von Baden. Durch den Tod seines Schwiegervaters ist Reiner vor rund 30 Jahren zu den Bienen gekommen. Trotz des Umstandes, dass er stets unter und neben Imkern gelebt hat, kam er letzten Endes erst dann zur aktiven Bienenhaltung. Die letzten 15 Jahre war er in den Chiemgauer Bergen auch Belegstellenleiter „seines“ Hausbergs. Dieses Amt ist seit diesem Jahr an einen Nachfolger übergeben worden. 3.500 begattete Königinnen sind es hier durchschnittlich im Jahr. In den 15 Jahren seiner aktiven Zeit waren es weit über 20.000 Königinnen welche zur Begattung dort aufgestellt wurden.
Das leider immer noch vorherrschende Spannungsfeld zwischen Carnica und Buckfastbienen ergibt sich insbesondere durch seine geografische Nähe zum Nachbar Oberösterreich. Reiner Schwarz hat an der Oberösterreichischen Imkerschule in Linz vor einigen Jahren die Prüfung zum Bienenwirtschaftsfacharbeiter abgelegt, welche analog dem Staatlichen Berufsabschluss zum Tierwirt Fachrichtung Bienenhaltung in Deutschland zu setzen ist. Hierdurch kann er sich eine qualifizierte Meinung aus verschiedenen Betriebsweisen und auch der Arbeit mit der Kärntner Biene erlauben. Er machte aber auch gleich deutlich, dass die Buckfastbiene in Oberbayern schon lange keine Randerscheinung mehr ist, auch wenn das viele gerne so sehen würden.

Reiner arbeitet aus praktischen Gründen mit der 10er Dadant Beute. Weniger aus Überzeugung der Überlegenheit gegenüber dem 12er Dadant System nach Bruder Adam.

Was ist die Buckfastbiene überhaupt?

Die Ziele der Buckfastbienenzucht oder eine anderen Bienenrasse sind oftmals weitgehend ähnlich oder gleich. Der Weg dorthin ist jedoch der entscheidende Punkt und bildet den wesentlichen Unterschied. Die Grundlagen der Zucht sind die Arbeiten von Prof. Armbruster, der Anfang des 20. Jahrhunderts grundlegende Arbeiten zur Tierhaltung und Bienenzucht geleistet hat. Die Buckfast ist eine Zuchtrasse auf Basis der Apis mellifera.

Ist die Buckfast eine Rasse?

Wir müssen unterscheiden, ob man dies aus biologischer oder aus züchterischer Sicht betrachtet.
Sieht man die Buckfastbiene rein biologisch an, so gibt es sie schlichtweg nicht. Es gibt keine Arten und Unterartenbeschreibung wie z.B. für die Carnica oder die Ligustica Bienen. Der Begriff Rasse ist in der Biologie unbekannt. Hier spricht man stets von Arten und Unterarten. Fällt der Begriff Rasse, ist damit immer ein Zuchtprodukt gemeint. Als Beispiel führt Reiner hier den Deutschen Schäferhund an. Dieser ist natürlich eine anerkannte Rasse, die es nie natürlich gegeben hat. Das in Bayern dominierende Fleckvieh ist ebenfalls eine Zuchtrasse. Wenn man zwei Fleckvieh Kühe verpaart kommt auch kein Simmentaler Rind dabei heraus. Mit diesem einfachen Beispiel hat es vermutlich jeder der Anwesenden verstanden.

Man muss also unterscheiden zwischen Biologie und Rassezucht.
Die Ziele der Bienenzucht sind überall die Selben – rasseunabhängig. Wir möchten eine wirtschaftliche Biene haben. Wir wollen eine fachlich korrekte und wirtschaftliche Bienenhaltung betreiben, so dass auch wieder etwas an uns zurückfließt. Das ganze muss selbstverständlich nachhaltig erfolgen, denn wir möchten unserer Bienen nicht aussaugen oder gar ausräubern.
Sie gesund und leistungsfähig erhalten werden. Vital und widerstandsfähig in den unterschiedlichsten Situationen die Ihnen der Mensch und die Natur schafft.

Es gibt keine vollkommende Honigbiene, sie muss von der Hand des Menschen geschaffen werden.
Dies war die Aussage Bruder Adams. Auf Grund seiner Erfahrung mit den unterschiedlichsten Rassen mit denen er im Laufe seines Lebens gearbeitet hat. Es ist nicht unbedingt das Tier dass er uns vermacht hat sondern die Art und Weise der Zucht. Der Zuchtweg ist das große Vermächtnis Bruder Adams an uns.

Wirtschaftlichkeit bedeutet ein sinnvoller Einsatz der Betriebsmittel die man zur Verfügung hat. Ein Betriebsmittel ist alles was wir verwenden um die Imkerei zu betrieben. Dieser Einsatz muss sinnvoll und sparsam sein. Es kann sich auf Dauer niemand leisten etwas zu verschenken, das wäre wiederrum nicht nachhaltig. Auch Benzinkosten sind ein Betriebsmittel. Auch Zeit ist eines, welches man nicht unbegrenzt zur Verfügung hat. Dies alles muss sparsam und sinnvoll sein. Alles andere kann man sich auf Dauer nicht erlauben. Dies gilt in der Imkerei mehr denn je.

Vier primäre Eigenschaften der Biene sind besonders wichtig:

Fruchtbarkeit (Bienenmasse bringt Honig)
Sammeltrieb (Time is honey)
Krankheitsfestigkeit (Kranke Bienen bringen keinen Honig)
Schwarmträgheit (geschwärmte Völker bringen keinen wirtschaftlichen Erfolg)

Dies sind vier Eigenschaften welche für die Wirtschaftlichkeit in einem Imkereibetrieb primär wichtig sind. Rein hierfür ist die Sanftmut nur eingeschränkt wichtig. Eine Reizfütterung ist bei der Buckfastbiene nicht nötig. Dies ist kein sinnvoller Einsatz der Betriebsmittel.

Alone bee (geprägter Begriff von Bruder Adam) die Biene die alleine vor sich hinlebt aber trotzdem einen guten Honigertrag bringt. Dies war seine Idealvorstellung. Vielleicht kann es diese in ferner Zukunft einmal wieder geben….

Eine Zuchtstrategie muss immer Theorie (Genetik) und Praxis berücksichtigen sowie auch die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Mit der Mendel Genetik kann man bei den Bienen fast nichts erklären, da wir uns hier in der quantitativen Genetik bewegen. Merkmale sind entweder nicht weg oder da, sondern in unterschiedlichen Ausprägungen vorhanden. Schubladendenken ist bitte zu unterlassen. Es gibt kein Buckfast-Gen und kein Carnica-Gen. Wenn man diese beiden kreuzt, gibt es ebenso wenig ein „Carnifast-Gen“ oder ähnlichen naiven Unfug. Es ist bei beiden ein Gemisch von Eigenschaften. Diese Eigenschaften liegen auf Genen die im Genom vererbt werden. Dass diese kompatibel sind ist uns allen klar, ansonsten könnten schließlich nicht die Königinnen von den jeweils anderen Drohnen begattet werden. Diese Eigenschaften welche über die Gene weitergegeben werden, können mal mehr und mal weniger dominant sein.

Wir müssen uns in der quantitativen Genetik auch gedanklich bewegen und nicht in den Schranken der biologischen Rassenideologie. Wir sind Tierzüchter und bewegen uns in Zuchtrassen. Alles was wir machen, muss natürlich nach sich ziehen, dass wir eine kompremierte Begattung anstreben wenn wir vernünftige Zucht betreiben wollen. Alles andere, ist wie Standbegattung ist ein kurzweiliger Spaß. Die Selektion ist wesentlich langwieriger und Leistung wird sich immer zur Mitte hin ziehen, niemals an die Spitze. Zucht über Standbegattung funktioniert nicht! Dies wäre der falsche Begriff.

Man hat bei der Zucht eine Art super Genpool zur Verfügung. Dies sind alle Rassen der Art Apis mellifera welche sich untereinander kreuzen können. Diesem super Genpool hat sich Bruder Adam bedient. Er ist im gesamten Mittelmeerraum   herumgereist und hat Bienenproben gesammelt um diese zu testen. Um zu erproben ob ihm diese eine Verbesserung seines Bienenstamms bringt. Dabei hat er längst nicht alle eingekreuzt, sondern lediglich einen kleinen Bruchteil hiervon.

Dies waren zu Anfang die dunkle Englische Biene und Drohnen aus Ligurien in der Nähe von Monaco. Das war der Urstamm der Buckfastbiene. Erst rund 20 Jahre später sind andere Rassen hinzugekommen. Was sich hierunter bewährt hat, waren insbesondere Bienen vom schwarzen Meer und aus Chalkidike - Griechenland. Von der Optik her sind diese nicht von der Carnica zu unterscheiden. Lediglich fruchtbarer und ohne den starken Schwarmtrieb. In der Urform ist sie jedoch für unserer klimatischen Verhältnisse in der Überwinterung nur schlecht geeignet. Die Biene vom schwarzen Meer brachte diese Winterhärte mit und in Verbindung mit der Fruchtbarkeit der Inselköniginnen aus Griechenland ergab sich eine tolles genetischens Gemisch aus Fruchtbarkeit, Winterhärte und Schwarmträgheit. Diese positiven Eigenschaften ließen sich natürlich wunderbar in den Buckfaststamm integrieren. Von der Ägyptischen Biene hat man seinerzeit die Eigenschaft des geringen propolisierens durch Kombinationszucht zu Nutze gemacht. Es gibt dort schlichtweg keine Bäume welche das produzieren von Propolis ermöglichen.

Dies macht Buckfastzucht aus. Welche Biene könnte ich einkreuzen um meine Bienen zu verbessern. Es hat rein gar nichts mit Zucht zu tun, sich irgendwoher aus dem Urlaub eine tolle Königin mitzubringen und von dieser dann nachzuziehen und die Nachkommen der Standbegattung zu überlassen. Hier wird nichts selektiert. Macht man Buckfastzucht, so wird tatsächlich überlegt, wohin der Weg gehen soll. Es gab und gibt Züchter, die sich Königinnen anderer, fremder Rassen zukaufen, die Fluglöcher jedoch mit Drohnenabsperrgittern versehen um die Umgebung nicht mit dieser „noch“ fraglichen Genherkunft zu „verseuchen“. Man weiß schließlich nicht was dabei herauskommen wird. Diese Vorsichtsmaßnahme geht bis in die 3. Generation.

Carnica-Herkünfte hat Bruder Adam über 30 an der Zahl getestet. Für seine Vorhaben konnte er allerdings keine gebrauchen. Es ist daher im Buckfaststamm kein Carnica-Gen integriert.

Das Verwandtschaftsverhältnis im Stammbaum einer Königin liegt bei 62:38 zwischen Müttern und Vätern. Eine deutliche Mütterliche Dominanz im Gegensatz zur Verpaarung der Säugetiere 50:50. Wenn man also stets nur die mütterliche Seite verpaaren würde, erreicht man auch einen geringen Fortschritt. Jedoch deutlich geringer und langsamer. Es wurden Untersuchungen gemacht, wie der genetische Fingerabdruck von Bienen aussieht. Verwandtschaftsverhältnisse der Buckfastbiene sind oft sehr weit auseinander, so dass es keine Mühe bereitet gutes Material mit Gutem zu paaren ohne die Gefahr zu haben in Inzucht zu geraten. Durch die Mütterliche Dominanz besteht nämlich immer mehr die Gefahr in die Inzucht zu geraten.

Der Hintergedanke der Buckfastzucht ist, einen wesentlich größeren Genpool gegenüber anderen Rassen zu haben um sich auf diesen zu stützen. Das Ganze bei gleich guten selektierten Eigenschaften. Wenn man so viele verschieden Familien hat, die gleich gute Eigenschaften haben, kann man damit auch anpaaren und wirklich gute Ergebnisse erreichen. Dies ist die Arbeit, welche überwiegend in Deutschland und in Mitteleuropa auf den Buckfast-Belegstellen gemacht wird. Da werden nicht weit entfernte Bienenherkünfte miteinander verpaart, sondern es sind Zuchtergebnisse die hier miteinander verpaart werden. Dadurch bekommen wir eine sehr gute Leistungsfähigkeit bei nicht vorhandener Inzucht. Wir brauchen keinen Inzucht Koeffizienten in der Zuchtwertschätzung erarbeiten. Den gibt es zum größten Teil schlichtweg nicht, weil er nicht vorhanden sein kann.

Die Zuchtziele werden in primäre und sekundäre unterschieden. Insbesondere die sekundären sind betriebstechnisch sehr wertvoll. Hier ist an erster Stelle die Sanftmut zu setzen. Völker die sanft sind lassen sich wesentlich schneller bearbeiten. Hierbei wird es jedoch nie eine Königin geben, die in allen Eigenschaften immer sehr gute Leistungen bringt.

Die Eigenschaft keinen Wirrbau anzulegen  ist  von großer betriebstechnischer Bedeutung für den Imker. Die Bearbeitung geht einfach zügiger und die Völker werden weniger drangsaliert. Es ist auch nur von solchen nachzuziehen.

„Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung“!
Die Buckfastbiene ist seit jeher verbunden mit einem einteiligen nicht eingeschränkten Brutraum. Buckfastbienen sind seit über 70 Jahre in nichts anderem gehalten worden als in einteiligen Beuten. Auf 12 Waben im quadratischen Maß gibt es keine Königin,  welcher durch dieses Raumangebot beschränkt werden kann. Das Schied bietet – wenn man weiß wie man damit umzugehen hat, ein sehr wertvolles Instrument das weniger Arbeit macht und dass die Eingriffe an einem Volk deutlich reduziert. Das Schied war von Anfang an ein fester Bestandteil der Buckfast-Betriebsweise. Ob man dies als Wärmeschied nutzt, oder in der gängigen Variante bleibt jedem selbst überlassen. Mit dem Schied wird auch die Dynamik im Bienenvolk berücksichtigt.

Die Dynamik des Brutnestes mit dem Aufbau in Brut, Pollen und Honig ist nicht das ganze Jahr über gleich. Zuerst verschwindet der Pollen, danach dehnt sich das Brutnest aus. Mit dem Schied können wir die Bienen lenken. Die Buckfastbiene trägt den Nektar sehr bereitwillig nach oben, dies ist einer der natürlichsten Instinkte der Honigbiene. Nach hinten und nach oben, so dass die natürlichen Feinde es am schlechtesten erreichen können. Völker die das nicht machen, gehen das große Risiko ein, leichter beräubert zu werden. Dadurch dass wir dem Volk jetzt im Brutraum weniger Platz lassen als dies bei einem zweiteiligen Brutraum der Fall ist, wird der Honig nicht irgendwo eigelagert sondern oben in den Honigräumen. Gebrütet wird im Brutraum. Das Maß danach bemessen wir danach wie es das Volk möchte, deswegen passen wir es an.

Die ausschließliche Betriebsweise im Kaltbau ist wichtig. Die Bienen können geschickt in die Wabengassen hinein und der Eingang wird falls erforderlich mit Bienenmasse dicht gemacht. Im Warmbau mit dem Schied von hinten funktioniert das Ganz anders, denn wir bringen das Volk in eine völlig andere Funktionsweise hinein. Wieso sollte ein Volk im Warmbau hinter dem Schied Futter leerräumen? Dort möchte es schließlich dem natürlichen Instinkt folgend das Futter einlagern. Wenn mit einräumiger Brutraum gearbeitet wird,  dann nur im Kaltbau. Die Völker sind über die Honigräume zu beschäftigen und bestenfalls auch den Schwarmtrieb zu steuern.

Eine mögliche Verwendung für Melizitosehonig ist das Unterschieben der Zargen im Frühjahr an die Ableger anstatt das Einschmelzen oder ausschneiden. Somit hat man noch eine sinnvolle Verwendung gefunden.

Das Schwarmmanagement erfolgt bei den Völkern alle neun Tage. Hat man einen großen Bestand an Wirtschaftsvölkern, so ist das durchzuschauen wirtschaftlich grenzwertig. Daher bieten sich hier Stichprobenkontrollen an einem Stand an. Wenn an den ersten drei Völkern keine Zellen vorhanden sind, ist die Wahrscheinlichkeit gering dass der Rest trotzdem welche angelegt hat. Hier ist ein
sinnvolles arbeiten gefragt, auch um den Bienen das ständige zerreißen des  Brutraumes zu ersparen.

Nur Starke Völker einwintern! Schwache Völker stehen wie im Herbst auch im Frühjahr noch schlecht da. Im Herbst ist daher ggf. der Völkerbestand zu reduzieren und auf gute und starke Völker zu beschränken. Zwei schwache Bienenvölker im Herbst zu vereinigen macht  keinen Sinn, da eine schwache Königin immer noch verbleibt und das wirtschaftliche Trauerspiel somit weitergeht. Wenn das schwache Volk gesund ist, spricht nichts dagegen, das schwache Volk inkl. der Rähmchen einem starken Volk zuzuhängen. Vorher sind jedoch alle Waben genau auf Krankheitsanzeichen anzuschauen. Bienen mit Kalkbrut oder verkrüppelten Flügeln sind nicht zu vereinigen. So spart man sich die Investition von Futter in Schwächlinge und man ist wieder beim sinnvollen Einsatz von Betriebsmitteln angelangt.

Arbeiten mit Köpfchen.
Es müsste möglich sein, ein Volk mit neun Eingriffen über das Jahr zu bringen.
Bei den meisten Imkern sind es deutlich mehr. Honigernte ausgenommen. Ziel eines jeden nachhaltig wirtschaftenden Imkers sollte es sein, sich an den Blühphasen in der Natur nach seinen Bienen und den dazugehörigen Arbeitsabläufen orientieren zu können.

Die Buckfastbiene macht natürlich auch andere Betriebsweisen mit. Bei der praktizierten im einteiligen Brutraum fühlt sie sich jedoch wohl, was sie uns in einem erträglichen Maß an Honig dankt. Es wird somit ein sparsamer Einsatz der Betriebsmittel ermöglicht. Man kann es nicht genug wiederholen.

„Die richtige Anwendung eines mit Rückkopplung bewährten Zuchtsystems führt zu gesunden Völkern“

Rückkopplung heißt, auch immer zu überprüfen, ob das was ich gemacht habe richtig ist.

In der Bienenzucht bedeutet dies:

Sind meine Völker gesund?
Bringen diese Honig ein?

Bienenzucht ist, wenn man diese richtig betreiben will stets mit einer Dokumentation verbunden.

Warum also Buckfastbienenzucht?

- Man hat ein aktives Leistungsniveau
- Dadurch wird wirtschaftliches arbeiten möglich
- Man verfügt über eine Zuchtpopulation mit einem reichhaltigen ökologischen Genpool

In jedem für Bienen geeigneten Ökosystem lassen sich auch Buckfastbienen halten.
„Alles anderen is a Schmarn!“ wenn das jemand behauptet. So die Aussage von Reiner.


Es ist durch die Buckfastzucht eine Stabilisierung der Schlüsselart Apis mellifera möglich, weil sie eine sehr robuste und vitale Biene ist, welche auch noch dann überleben kann, wenn andere Rassen schon in Schwierigkeiten geraten.  

„Jeder der mit ein wenig Bienenverstand Buckfastbienen hält, wird rasch merken, dass es großartige Bienen sind, mit denen sich gut und ertragreich imkern lässt. Das ist eigentlich Grund genug Buckfastbienen zu halten“.

Mit diesem Abschlusszitat von Prof. Dr. Martin Förster der LMU München beendete Reiner Schwarz seinen Vortrag.

Wir von Buckfast Süd bedanken uns nochmals herzlich für die weite Anreise und das vermittelte Wissen. Wir sind uns sicher, dass dieser Vortrag bei vielen aber zumindest einigen Anwesenden einen komplett neuen Blickwinkel auf diese wunderbar geschaffene Rasse bekommen haben.

Alexander Dörr, 26.02.2017