Buckfastbiene

Steckbrief

 

Pedigree:

B (Buckfast Breeder)

Vorkommen:

weltweit; es handelt sich hierbei nicht, wie bei den anderen Bienenrassen, um eine geographische Rasse. Die Buckfastbienen wurde von dem Mönch Bruder Adam (Buckfast Abbey/ Südengland) auf der Basis der Mendel´schen Vererbungsgesetze als ein Kombinationsprodukt, jedoch erbfest, erzüchtet. Man kann die Buckfastbiene deshalb als Kunstrasse bezeichnen, dieser Begriff wird jedoch in der allgemeinen Tierzucht (dort spicht man allgemein von Rasse, auch wenn es davon keine eigene, noch vorkommende geographische Rasse (z.B. Dackel, Schäferhund etc.) gibt.

 

Aussehen:

die Buckfastbiene wird nicht nach Körpermerkmalen bewertet (z.B. Cubitalindex, Behaarung etc.), sondern nur nach den typischen Eigenschaften. Meist lederbraune Erscheinung, jedoch sind auch dunkle Linien bekannt.

 

Eigenschaften:

fruchtbar - bildet starke Völker; guter Sammeleifer (Blüten- u. Honigtautracht); schwarmträge; starker Bautrieb; krankheitsfest und weitgehend resistent gegen die Tracheenmilbe; sanftmütig; wabenstet; sparsamer Futterverbrauch; gute Selbstversorgung; saubere Honigstapelung - während der Tracht brutraumfern; saubere Honigverdeckelung.

 

Beurteilung:

die Buckfastbiene wird heute weltweit vor allem durch Berufs- und Erwerbsimker eingesetzt, da sie sehr sanftmütig, fruchtbar und schwarmträge ist und auch weniger Propolis einsetzt. Diese wertvollen Eigenschaften erhöhen die Wirtschaftlichkeit der Bienenhaltung und der Völkerführung (Motto: höchster Ertrag bei geringstem Kosten- und Arbeitsaufwand)

 

Bemerkung:

Der sog. Stechversuch hat gezeigt (siehe Dr. Maul/ 1999), dass sowohl Kreuzungen der Buckfastbiene mit unserer deutschen Landbiene, als auch mit der Carnica keine Stecher ergibt. Auch leistungsmässig hat die Landbiene, dank der Einkreuzung der Buckfast, erheblich gewonnen. In Anbetracht der sehr emotionsgeladenen Diskussionen um die Buckfastbiene wird es sicher noch Jahre dauern, bis auch diese Tatsache allgemein akzeptiert wird.