Vortrag Wolfgang Stöckmann

1000-mal berührt und es hat immer summ gemacht

„Du wolltest dir bloß den Abend vertreiben 
Und nicht grad allein gehn und riefst bei mir an 
Wir waren nur Freunde und wollten's auch bleiben 
Ich dacht' nicht im Traum, dass was passieren kann…“

Ja –das Motto passt recht gut als wir uns am 13.10.2017 um  17:15 Uhr auf den Weg nach Pfullendorf  ins Haus Linzgau machten. 

Der Buckfastimker-Süd e.V. hatte eingeladen zu einem Highlight der besonderen Art.

Pünktlich um 20 Uhr begrüßte  der 1. Vorstand Herr Manfred Karle  die Anwesenden und eröffnete die Veranstaltung welche bis auf den letzten Platz belegt war. Der Dank galt dem örtlichen Imkerverein und begrüßt wurde mit einem großen Applaus Herr Wolfgang Stöckmann

Herr Stöckmann gewährte uns Einblicke in seine Wanderimkerei, welche seit 1922 in der dritten Generation zu einem erfolgreichen und qualitätsbewussten Unternehmen mit über 1000 Bienenvölkern geworden ist.

Der Vortrag von Herrn Stöckmann umfasste die Betriebsweise seiner Wanderimkerei, auch Einblicke welche Aufgaben es mit sich bringt 1000 Völker zu bewirtschaften. Welche Trachtangebote er nützt und in welche Gebiete er mit seinen „Mädels“ wandert. Dies reicht vom Schwarzwald bis an die Grenze zu Dänemark, von den Vogesen in Frankreich bis an die polnische Grenze. 

Die Bienen reisen natürlich nachts per LKW und Anhänger. Diese Fahrzeuge sind speziell für den Transport von Bienen konzipiert  und modifiziert. Ab- und Aufgeladen wird mit einem Kran mit Teleskopausschub welche eine gute Reichweite der 4er Aufstellung im Halbkreis ermöglicht. Die Fluglöcher sind zur Kreismitte angeordnet, welches dem verfliegen den Bienen entgegen kommt.

Die Paletten der 4er Reihenaufstellung für die hohen Böden werden im eigenen Betrieb hergestellt und bringen beim Wandern viele Vorteile. Auch um den logistischen Aufwand so gering als möglich zu halten ist die Betriebsweise im eigenen Beutensystem und einheitlichen Maß  für Honig- und Brutraum abgebildet. Jeder Handgriff ist geplant und nach einer klaren Reihenfolge festgelegt, denn unnötige Arbeiten und Tätigkeiten multiplizieren sich mal 1000. Arbeitsabläufe und Ergonomie sind das A und O für Herrn Stöckmann und seine Mitarbeiter. 

Auch die Lagerkapazitäten für Rähmchen, Zargen und Co sind der Größe der Imkerei entsprechend, dies gilt natürlich auch für Honiglagerung und Gläser. Da ist Übersicht und Ordnung angesagt.

Geschleudert wird auf einer Schleuderstraße, auch der Heidehonig welcher beim entdeckeln noch „gestippt“ werden muss. Nur um mal ein Paar zahlen zu wiederholen: Herr Stöckmann geht mit ca. 700 Völker in die Heide, welche je 2 Honigräume bringt. Dies sind dann halt mal 1400 Zargen mit 14000 Rähmchen welche mal so eben geschleudert werden müssen.

Hier muss jeder Handgriff sitzen und überlegt sein. 

Das Winterfutter kommt per Tanklastzug und wird in IBC Container zwischengelagert, mit dem „kleinen“ LKW und aufgesetzten Tank mit Pumpe geht’s dann zum einfüttern der Völker. 

Sehr interessant war auch die Erläuterung der Bilder welche mit einer Wärmebildkamera gemacht werden. Hier ist sehr gut zu erkennen wo das Volk in der Traube sitzt und ob es noch Brut gibt. Dies sind Entscheidungshilfen für die Winterbehandlung.

Den Honig vermarktet Herr Stöckmann im 500g DIB Glas.

Viele kurze Videos und Bilder zu den einzelnen Bereichen der Wanderimkerei runden den Vortrag ab. Auch stellte sich Herr Stöckmann den viele Fragen am Ende der Veranstaltung.

Der Buckfastimker-Süd e.V. möchte sich nochmals auch an dieser Stelle für die Einblicke welche Herr Stöchmann uns gewährte recht herzlich bedanken.

Herzlichen Dank

Weitere Infos unter meinhonig.de

Ja – zum Schluss bleibt da nur zum sagen
„1000-mal berührt und es hat immer summ gemacht“

Euer Stephan Freier