www.buckfastimker.de


Honigbienenrassen

Zu den Honigbienen zählt man heute die in der Tabelle genannten Arten:

Art (lateinischer Name)
Art (deutscher Name)
Apis laboriosa
Bergriesenhonigbiene
Apis dorsata
Riesenhonigbiene
Apis mellifera
Westliche Honigbiene
Apis koschevnikovi
Rote Honigbiene
Apis nulünsis
Borneo-Berghonigbiene
Apis nigrocinta
Gestreifte Honigbiene
Apis cerana
östliche Honigbiene
Apis florea
Zwerghonigbiene
Apis andreniformis
Buschzwerghonigbiene

 

Die Beschreibung der züchterischen Eigenschaften werden in diesem Rahmen auf die "Westliche Honigbiene - apis mellifera" begrenzt, da andere Honigbienenarten derzeit in Europa nicht in der Kreuzungs- oder Kombinationszucht von Interesse sind.

Der Begriff "Bienenrasse" wird heute weitgehend als geographische Rasse verstanden. Diese Rassen sind in ihrer reinen, ursprünglichen Form jedoch kaum mehr in ihrem angestammten Gebiet vorhanden bzw. durch züchterische Massnahmen verändert.. Die Bienenrassen, die sich im Laufe der Geschichte in bestimmten Gegenden, bedingt durch die jeweils vorherrschenden klimatischen Bedingungen herausgebildet haben, werden hier jedoch um sogenannte "Kunstrassen" erweitert. Hier handelt es sich um Bienenrassen, die durch die Hand des Züchters (wie in der Tierzucht allgemein üblich) auf Basis der Mendel´schen Vererbungsgesetze vererbungstreu erzüchtet wurden.

Weitere Informationen über die einzelnen Rassen sind auch in den Büchern von Bruder Adam (siehe Bruder Adam "Die Züchtung der Honigbiene" und "Auf der Suche nach den besten Bienenstämmen") nachzulesen.

Die hier gegebenen Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollen dynamisch ergänzt bzw. korrigiert werden. Ihre Mitarbeit und Unterstützung bei der Komplettierung dieses Kapitels ist erwünscht.

Wir würden uns über ergänzende Beiträge, sowie über Fotos von Bienenrassen freuen. Bitte schicken Sie uns Ihre E-mail (siehe > Kontakte).

 

Riesenhonigbiene > Apis dorsata

 

Vorkommen: Zentral- u. Nordindien, Nepal, Bhutan, Myanmar

Aussehen: die Arbeitsbienen sind betont gelblich gefärbt, nicht dicker, aber länger als unsere europ. Honigbienen.

Eigenschaften: entgegen den Aussagen in der Fachliteratur waren die
nebenstehend fotografierten Bienen nicht aggressiv. Man konnte ohne Rauch bis auf 30 cm an das Volk herankommen. Hierbei zeigten die Arbeitsbienen dann durch Flügelschlagen (lief ähnlich einer "La-Ola-Welle" durch) ein Warnsignal. Erst danach gingen einige Bienen zum Angriff über. Bei allen wilden Schwärmen, bedecken die Arbeitsbienen die komplette Wabenoberfläche (Schutz vor Raubinsekten).
Die Honigzellen waren auch im unteren Bereich der Wabe zu finden und hatten ein Zellmass von 5,4 mm. Offensichtlich ist der Schwarmtrieb bei dieser Biene so ausgeprägt, dass keine grösseren Völker aufgebaut werden Alle Schwärme bauten nur eine Wabe (bis 50 x 70 cm gross).

Fotos: Heinz Bauer
Oben: Schwarm mit einer gebauten Wabe
Unten: Hinterleib mit wenigen dünnen Binden. Überwiegend
gelb gezeichnete Arbeitsbiene

Bemerkung: Die Aufnahmen wurden in der Nähe der Stadt Hyderabad/ Indien gemacht. Dort hängen oft Schwärme von A. dorsata in Bäumen und an Häusern. Imkerlich wird diese Biene nicht bearbeitet. Es gibt dort nur Honigsammler, die die Bienen ausräuchern und den Honig abernten.

 

Westliche Honigbienenrassen und ihre züchterische Bedeutung

 

Adami > Kreta-Biene > Apis mellifera adami

 

 

Pedigree: K (Adami Breeder)

Vorkommen: Insel Kreta (Mittelmeer)

Aussehen: Filzbinden wie Carnica; mittelgrosse, sehr langbeinige Biene mit niedrigem Cubitalindex; schmale Flügel und breiter Hinterleib; drei orangegelbe Rückensegmente mit dunklen Schildchen

Eigenschaften: Bei Weisellosigkeit wird hohe Zahl von Königinnen über Arbeiterinnenbrut ähnlich Drohnenzellen nachgezogen; sehr aggressiv;

Beurteilung: F1 mit Buckfastdrohnen ist sehr sanft, schwarmträge und fruchtbar, verwendet kaum Kittharz, jedoch starker Wirrbau (dies zeigt sich in weiteren Nachzuchten abgeschwächt);

 


Bemerkung: Prof. Ruttner hat eine grosse ähnlichkeit mit der Anatolica und Cypria festgestellt. Bruder Adam sah jedoch mehr Zusammenhang mit der ägyptischen Fasciata.

 

Adansonii-Biene > Apis mellifera adansonii

Vorkommen: im tropischen Tiefland von West- und Zentralafrika.

 
Bemerkung: Es liegen derzeit keine weiteren Informationen über diese Bienenrasse vor.

 

Anatolica > Anatolische Biene > Apis mellifera anatolica

 

Pedigree: A (Anatolian Breeder)

Vorkommen: in Anatolien/ Türkei; bekannte Herkünfte sind SINOP, BAYBURT und ÇANKIRI; in diesen Gebieten treten jedoch auch andere Rassen u. übergangstypen auf, sodass das Finden reiner Bestände schwierig ist. Dunkle Biene im Norden (östl. von SINOP/ zwischen Schwarzem Meer u. Pontus-Gebirge > Pontische Rasse). Auch nördlich u. nordöstlich von Ankara gibt es sehr gute Stämme. Die Biene in Kilikien (nördl. der arab. Wüste, zwischen Taurus-Gebirge u. Mittelmeer) ist extrem stechlustig u. aggressiv, kälteempfindlich.

Aussehen: ähnelt im Aussehen der Caucasica

Eigenschaften: die Pontische Rasse hat sich zu Zuchtzwecken besonders bewährt; evtl noch sanftmütiger als Caucasica; sehr haushälterisch; sehr winterfest; hohe Lebensdaür der Königin (5 Jahre im Großvolk) und der Arbeiterinnen; hoher Orientierungssinn (kaum Begattungsverluste); unterdurchschnittlich fruchtbar (weniger als Carnica); bei Kälte stechlustig; Wirrbauanfälligkeit; Schwarmneigung; Kittharzverwendung teils übermäßig (jedoch weit weniger als Caucasica); schwarzsuchtanfällig; Bienen können keinen Heidehonig verarbeiten (gärt nach kurzer Zeit);

Beurteilung: bei Erstkreuzungen mit der Buckfastbiene ergab sich eine nicht übermäßig fruchtbare Biene. Die Völker waren jedoch durchwegs vital. Die Brutperiode im Herbst war deutlich kürzer, als z.B. bei Mazedonier-Kreuzungen. Im August ergab sich meist schon ein Knick im Brutgeschäft, der sich auf eine effektive Varroabehandlung zu dieser Zeit günstig auswirkt (Info.:Paul Jungels)

 

 

Bemerkung: Es liegen derzeit keine weiteren Informationen über diese Bienenrasse vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buckfastbiene

Pedigree: B (Buckfast Breeder)

Vorkommen: weltweit; es handelt sich hierbei nicht, wie bei den anderen Bienenrassen, um eine geographische Rasse. Die Buckfastbienen wurde von dem Mönch Bruder Adam (Buckfast Abbey/ Südengland) auf der Basis der Mendel´schen Vererbungsgesetze als ein Kombinationsprodukt, jedoch erbfest, erzüchtet. Man kann die Buckfastbiene deshalb als Kunstrasse bezeichnen, dieser Begriff wird jedoch in der allgemeinen Tierzucht (dort spicht man allgemein von Rasse, auch wenn es davon keine eigene, noch vorkommende geographische Rasse (z.B. Dackel, Schäferhund etc.) gibt.

Aussehen: die Buckfastbiene wird nicht nach Körpermerkmalen bewertet (z.B. Cubitalindex, Behaarung etc.), sondern nur nach den typischen Eigenschaften. Meist lederbraune Erscheinung, jedoch sind auch dunkle Linien bekannt.

Eigenschaften: fruchtbar - bildet starke Völker; guter Sammeleifer (Blüten- u. Honigtautracht); schwarmträge; starker Bautrieb; krankheitsfest und weitgehend resistent gegen die Tracheenmilbe; sanftmütig; wabenstet; sparsamer Futterverbrauch; gute Selbstversorgung; saubere Honigstapelung - während der Tracht brutraumfern; saubere Honigverdeckelung.

Beurteilung: die Buckfastbiene wird heute weltweit vor allem durch Berufs- und Erwerbsimker eingesetzt, da sie sehr sanftmütig, fruchtbar und schwarmträge ist und auch weniger Propolis einsetzt. Diese wertvollen Eigenschaften erhöhen die Wirtschaftlichkeit der Bienenhaltung und der Völkerführung (Motto: höchster Ertrag bei geringstem Kosten- und Arbeitsaufwand)

 

 


 

 

Bruder Adam bei seinen Bienen/

Dadantwabe

 

Lederbraune Buckfastbiene/

Königin mit ihrem Hofstaat

Foto: Heinz Bauer

Bemerkungung: Der sog. Stechversuch hat gezeigt (siehe Dr. Maul/ 1999), dass sowohl Kreuzungen der Buckfastbiene mit unserer deutschen Landbiene, als auch mit der Carnica keine Stecher ergibt. Auch leistungsmässig hat die Landbiene, dank der Einkreuzung der Buckfast, erheblich gewonnen. In Anbetracht der sehr emotionsgeladenen Diskussionen um die Buckfastbiene wird es sicher noch Jahre daürn, bis auch diese Tatsache allgemein akzeptiert wird.

 

Caucasica > Kaukasierbiene > Apis mellifera caucasica

 

 

 

Die Caucasica wird nich heute vorwiegend im östlichen Teil Georgiens im Vorgebirge des Kaukasus gehalten.

 

Pedigree: von der GdeB (Gemeinschaft der europ. Buckfastimker e.V.) nicht geführt, da die Caucasica nicht aktüll zur Kombinationszucht mit Buckfast verwendet wird.

Vorkommen: Kaukasus-Gebiet über eine Länge von ca. 900 km ( hauptsächlich im Westen Georgiens im Vorgebirge des Kaukasus).

Aussehen: große ähnlichkeit mit der Carnica (graüs Haarkleid), jedoch niedrigerer Cubitalindex; Rüssellänge über 7 mm;

Eigenschaften: Sanftmut wie Carnica; Rüssellänge übertrifft Carnica; extremer Wirrbau; enorme Kittharzverwendung; extrem brutnahe Honigstapelung; geringer Bautrieb und brutnahe Honigstapelung erhöhen den Schwarmtrieb; keine große Fruchtbarkeit (ähnl. Carnica); reagiert auf Trachtpausen wie Carnica mit starkem Abflaün der Brutlust; milben - u. nosema-anfällig; Hybridzuchten in Südfrankreich aus Caucasica x Ligustica = Caucasit;

Beurteilung: sehr starke Kittharzverwendung vererbt sich über Generationen weiter; Wirrbau lässt sich schnell in Nachzuchten von Kreuzungen beseitigen; eignet sich nicht gut für Kreuzungszwecke, da die Vorteile dieser Rasse auch von anderen Rassen ohne die Nachteile erhalten werden. Sehr starker Sammeltrieb, ausgezeichnete überwinterungseigenschaften, geringe Schwarmneigung bei richtiger Führung.

 

 


 

Bemerkung: Bruder Adam hat sich über viele Jahre mit der Kreuzungszucht der Caucasica befasst, kam jedoch zum Ergebnis, dass die schlechten Eigenschaften dieser Rasse (z.B. extreme Kittharzverwendung) überwogen und die gewünschten guten Eigenschaften auch über günstigere Kreuzungen anderer Rassen mit der Buckfast erzielt werden konnten.

 

Cecropia > Griechische Biene > Apis mellifera cecropia

 

 

Markiert die Halbinsel Chalkidjke. Dort soll es zu Zeiten Bruder Adam`s die beste Cecropia gegeben haben.

 

Pedigree: G (Cecropia Breeder)

Vorkommen: in Griechenland zu Hause, gehört zum Formenkreis Carnica (unterscheidet sich in wesentlichen Eigenschaften, daher eigene Rasse); die beste Cecropia. stammt nach Ansicht von Bruder Adam von der Halbinsel Chalkidjke (östl. von Saloniki) und aus Mazedonien. Sie kommt als einheitliche und auch als mehr uneinheitliche Form vor, diese ist züchterisch gesehen besser. Heute sind in Griechenland (wegen Wanderimkerei) kaum mehr reine Cecropia-Bestände zu finden.

Aussehen: graü Biene, der Carnica sehr ähnlich

Eigenschaften: sanftmütige Biene; weniger nosemaanfällig als Carnica; wenig oder nicht milbenanfällig (Tracheenm.); übermäßige Kittharzverwendung (ähnlich Anatolica); flache u. teilweise graü Honigverdeckelung; Wirrbau; schwarzsuchtanfällig (besonders bei Inzucht-Anpaarungen);

Beurteilung: wertvoll in wirtschaftlicher u. züchterischer Hinsicht, in Kreuzungen unübertroffen fruchtbar - dabei nicht verschwenderisch; bei Kreuzung mit Buckfast-Drohnen sehr schwarmträge (Schwarmträgheit ist auch bei Kreuzung mit Carnica vorherrschend); Wirrbau lässt sich bei Kreuzungen leicht ausmerzen; besonders inzuchtanfällig;

 


Bemerkung: offensichtlich wird heute auch die Cecropia zur Linienkreuzung mit der Carnicat verwendet. Die grosse ähnlichkeit (graüs Haarkleid) der Biene macht dies sicher möglich. Für die Buckfastzüchter ist dies ein Zeichen, dass man auch bei der Carnicazucht die Problematik (Inzucht und damit genetiscrosion)) der engen Reinzucht erkannt hat.

 

Cypria > Zyprische Biene > Apis mellifera cypria

 

 

Insel Zypern im Mittelmeer, die Heimat der Cyprica. Die ersten Cypria-Königinnen bezog Bruder Adam schon 1920 aus der Gegend von Nicosia.

 

Pedigree: von der GdeB (Gemeinschaft der europ. Buckfastimker e.V.) nicht geführt, da die Cypria nicht aktüll zur Kombinationszucht mit der Buckfast verwendet wird.

Vorkommen: Heimat auf der Insel Zypern.

Aussehen:

Eigenschaften: sehr gute überwinterung; sehr vitale Brutentwicklung; erwachsene Bienen besonders krankheitsfest; kein Wirrbau oder Stützbau; sehr guter Orientierungssinn; jedoch sehr aggressiv und stechlustig bei Belästigung; fleissig, jedoch schlechte Trachtnutzung; setzt im Frühjahr alles in Brut um, danach fällt Volksstärke rasch ab, sodass auch eine Spättrachtnutzung meist ausfällt;sehr große Neigung zu Afterweiseln bei Weisellosigkeit (auch bei F1); Bienen haben guten Geruchssinn und sind schwer zu vereinigen; sehr hoher Orientierungssinn; in reiner Form geringe Schwarmneigung;

Beurteilung: die Rasse ist wirtschaftlich ohne Bedeutung; sie hat jedoch eine fabelhafte Fruchtbarkeit bei entsprechender Kreuzung; ist sehr schwarmfreudig bei Erstkreuzungen F1, unabhängig von der Rassenkreuzung; die Schwarmneigung geht bei Trachteinsatz jedoch schnell zurück.

 

 

 


Bemerkung: die Feststellung von Bruder Adam war, dass es sich bei Cypria um eine züchterisch sehr wertvolle, jedoch wegen ihrer vielen negativen Eigenschaften um eine nicht für den Normal-Imker geeignete Bienenrasse handelt.

 

Dunkle Biene > Deutsche Biene > Nigra > Apis mellifera mellifera

 

 

 

Pedigree: N (Nigra Breeder)

Vorkommen: ursprüngliche Verbreitung von den Alpen bzw. Pyrinäen (Südgrenze) über Frankreich, England bis in den Norden (etwa Südschweden); nördliche Grenze etwa Riga, Sankt Petersburg) und im Osten bis zum Ural.

Aussehen: fast schwarze Biene mit gedrungener Körperform

Eigenschaften: Biene ist aggressiver und unruhiger als Carnica, läuft auf und von den Waben; starke Pollenbevorratung während der Frühjahrsentwicklung; extreme Schwarmneigung; gute Überwinterungsfähigkeit - sehr feste Wintertraube; späterer Brutbeginn im Frühjahr ist nur bei manchen Stämmen ausgeprägt; spezieller westlicher Stamm > Heidebienen; brutnahe Stapelung von Honig und Pollen; bildet nur mässige Volksstärke; hohe Propolisverwendung; Anfällig gegen Tracheenmilbe; wenig ausgeprägtes Hygieneverhalten (Putzeffekt) -

Beurteilung: bei Kreuzung mit anderen Rassen wirkt sich die Aggressivität dieser Rasse voll aus; Nigra-Buckfast x Buckfast erwiesen sich als schwarmträge und sehr leistungsfähig.

Iberische Dunkle Biene (Apis mellifera iberica): Ursprüngliche Biene der iberischen Halbinsel, die einen hohen Verwandtschaftsgrad mit der Deutschen Dunklen Biene (apis mellifera mellifera) hat. Sie wurde in Südamerika eingeführt und dort später mit der Scutellata verkreuzt. Hieraus entstand die sog. Mörderbiene (wegen der enormen Stechlust und Verfolgungswut).

 

 

Dunkle Biene/ der breite Hinterleib ist auffallend/ die fast schwarze Farbe hat der Biene den Namen gegeben

Bemerkung: in Deutschland existiert die ursprünglich einheimische Dunkle Biene nicht mehr oder nur noch in Form von Kreuzungen. Die Dunkle Biene wurde jedoch noch in einigen Gebieten Skandinaviens und auch in Polen gehalten und weitergezüchtet. Stämme aus diesen Zuchten wurden u.a. auch wieder bei uns eingeführt. Die Nigra ist ein Zuchtstamm der Dunklen Biene (Prof. E. Zander/ Zuchtmaterial stammte aus der Schweiz). In Tirol (österreich) wird heute noch ein Zuchtstamm der Dunklen Biene (Braunelle) weitergeführt. Bruder Adam sah als Primärform der Apis mellifera mellifera die Intermissa (beheimatet in Tunesien, Algerien und Marokko - hierzu gehört rassenmässig auch die Apis mellifera major nova (Rif-Gebirge) und die Sahariensis (in den Oasen der marokkanischen Sahara).

 

Egyptian > Ägyptische Biene > Fasciata > Apis mellifera lamarckii

 

 

Pedigree: E (Egyptian Breeder)

Vorkommen: Nildelta und Niltal in ägypten. Aus ihr gingen die Syriaca, Cypria und die Kilikierbiene hervor (evtl. auch Armenierbiene).

Aussehen: leuchtend gelber Chitinpanzer bis auf 4. Rückensegment und weiße Behaarung (wie mit Mehl gepudert); die Bauchsegmente sind gelb bis auf die beiden letzten, die sind schwarz; schwarzer Torax; Scutelum der Arbeiterinnen orange, bei Königin und Drohnen schwarz; Hinterleib der Königin glänzend orange mit halbmondförmigen Rand je Segment (wie bei allen oriental. Rassen).

Eigenschaften: schwarmträge; einzige Mellifica-Rasse die kein Kittharz verwendet; hohe Anflugsicherheit; gesteigerter Verteidigungssinn; mässig fruchtbar; aggressiv; bildet keine Wintertraube; große Anzahl von Weiselzellen (traubenförmig zusammen, klein und außen fast glatt); extrem dunkle Honigverdeckelung;

Beurteilung: sehr einheitliche Biene; wirtschaftlich ohne Bedeutung; F1-Kreuzungen mit Buckfast sind stechlustig, weitere Nachzuchten sind sanft, ruhig und fruchtbar; F1 haben mangelnde Kälteresistenz; in einer Neukombination lässt sich die Eigenschaft der Fasciata, nicht zu propolisieren, kaum festigen.

 

 

 

Lamarckii-Königin mit Hofstaat

Foto: Verband der Buckfastimker-Süd e.V.

 

 

©

Lamarckii-Bienen, offensichtlich auch unheitlich gefärbt

Foto: Verband der Buckfastimker-Süd e.V,

Bemerkung:

 

ELGON-Biene

Pedigree: EL (Elgon Breeder)

Vorkommen: Schwedischer Zuchtstamm, eine Kombinationszucht des schwedischen Züchters Erik österlund aus Buckfast und Monticola, der zwischenzeitlich von Imkern in viele Ländern gehalten wird (Schweden, Dänemark, Isräl etc.)

Aussehen: wie eine dunkel gezeichnete Buckfastbiene

Eigenschaften: die Elgonbiene ist nach den Zuchtrichtlinien von Bruder Adam unter Einkreuzung der Monticola-Biene erzüchtet. Ihre typischen Eigenschaften entsprechen daher denen der Buckfastbiene.

Beurteilung: Durch die Einbringen von Monticola-Eigenschaften in diesen Buckfast-Zuchtstamm wurde diese Biene sehr fruchtbar und schwarmträge (bei entsprechendem Raumangebot). Sie hat hervorragende Eigenschaften in Richtung Varroatoleranz.

ELGON-Biene/ Erik Osterlund, Schweden

Elgon-Bienen, Foto: Erik Osterlund/ Schweden

 

 

 

Bemerkung: Die Biene hat seit 1997 (Bericht aus dem Jahr 2001!) in Südschweden und seit 1995 auf der Insel Bornholm (Ostsee) ohne jegliche Varroabehandlung überlebt. Hierbei wurde festgestellt, daß die Milbenzahl der Völker zwischen 1.000 und 3.500 Milben/Volk pendelte.

 

Intermissa > Tellbiene > Apis mellifera intermissa

 

Pedigree: von der GdeB (Gemeinschaft der europ. Buckfastimker e.V.) nicht geführt, da die Cypria nicht zur Kombinationszucht mit Buckfast verwendet wird.

Vorkommen: Tunesien, Algerien und Marokko; Unterformen sind in Spanien zu finden und weiter nördlich bis Nordeuropa verbreitet;

Aussehen: Kohlschwarze Bienenrasse. Untergruppe: Rif-Biene (apis mellifica major nova) ist pechschwarz, dunkler noch als die schweizerische Nigra; ihre nächste Verwandte ist die sizilianische Biene (Apis mellifera var. Sicula) Arbeitsbienen der Intermissa haben eine dürftige Behaarung, Königinnen sind sehr einheitlich in der Färbung (auch pechschwarz, lang und schlank, spitzer Hinterleib).

Eigenschaften: Sehr hohe Winterzehrung; aggressiv; beim öffnen des Stockes sehr nervös, kochen über; fast resistent gegen Krankheiten (Ausnahme Tracheenmilbe) der erwachsenen Bienen (jedoch nicht der Brut); verarbeitet gut Heidehonig, hochentwickelter Pollensammeltrieb; baut im Frühjahr aus einer handvoll Bienen ein Großvolk auf; baulustig mit weißer Honigverdeckelung (nicht bei den südl. Unterarten - die graü Honigverdeckelung erzeugen); ausserordentliche Ausdaür und Fruchtbarkeit; ungewöhnlicher Sammeleifer; langlebigste Bienenrasse; fliegt bei niedrigeren Temperaturen als andere Rassen; nördliche Unterformen sind sehr winterhart; stechlustig auch ohne Provokation; schwarmlustig; sehr krankheitsanfällig in der Brut; starker Kittharzeinsatz, wabenflüchtig.

Beurteilung: Die Tellbiene wurde früher als sehr minderwertige Rasse bezeichnet (Frank Benton, um 1880), sie erweist sich jedoch als wertvoll für die Kreuzungszucht. Die Zucht ist jedoch nur bei selektierten Kreuzungen interessant. Gute Eigenschaften kommen erst in den Nachzuchten der F1 heraus, diese werden jedoch wirtschaftlich durch den sehr hohen Schwarmtrieb zunichte gemacht.

 

Das Verbreitungsgebiet der Intermissa lag ursprünglich im Norden Afrikas in den Ländern Tunesien, Algerien und Marokko.

Bemerkung: Die Intermissa ist eine Primärbienenrasse, die sich über Spanien (Iberische Biene), Frankreich (Französische Biene), England (Englische Biene) bis Finnland (Finnische Biene) ausgebreitet hat. Lokale Rassen weisen oft spezielle Eigenschaften auf. In den Grundzügen ähneln sie jedoch der Intermissa, so auch die Nigra. Je weiter es nach Norden geht, ergibt sich ein abflaün der Charakterzüge (Anstelle der großen Fruchtbarkeit und der lockeren Brutnestordnung tritt eine beschränkte Legetätigkeit und ein sehr kompaktes Brutnest. Siehe auch Deutsche Dunkle Biene , die eine Verwandte dieser Rasse ist.

 

Kapbiene > Apis mellifera capensis

 

Pedigree: von der GdeB (Gemeinschaft der europ. Buckfastimker e.V.) nicht geführt, da die Kapbiene nicht zur Kombinationszucht mit Buckfast verwendet wird.

Vorkommen: vorwiegend in der südafrikanischen Kap-Region. Sie wird von südafrikanischen Imkern noch heute viel gehalten.

Aussehen:

Eigenschaften: einzige Honigbiene, bei der die Arbeiterinnen (Scheinköniginnen) befruchtete Eier legen, aus denen wieder Arbeiterinnen und Königinnen entstehen; sie soll weniger Honig bringen als z.B. die Scutellata; Biene ist weniger aggressiv (relative Sanftmut, für afrikanische Bienen).

Beurteilung:

 

 
 

 

Ligustica > Italienische Biene > Apis mellifera ligustica

 

Pedigree: L (Ligustica Breeder)

Vorkommen: Italien, Nordgrenze sind die Alpen. Daneben durch Versand in die ganze Welt verbreitet. Mehrere klar unterscheidbare Varietäten; dunkle, lederbraune (ligurische Alpen) - ist züchterisch beste Variante; helle Ligustica (früher Gegend von Bologna) - wurde in alle Welt verschickt - hiervon helle Hochzuchten in Nord- u. Südamerika, Australien (KANGAROO island) u. Neuseeland (

Aussehen: Hinterleib im vorderen Bereich oder auch fast ganz gelb gefärbt. Rüssellänge, Haarlänge, Filzbindenbreite und Cubitalindex sehr ähnlich Carnica. Goldgelbe Ligustica oder auch Aurea genannt (Fehlentwicklung in der Zucht).

Eigenschaften: Fleiß; Sanftmut; Fruchtbarkeit (durch intensive Bruttätigkeit entsteht bei Trachtlücken leicht Futtermangel); Schwarmträgheit; reger Bautrieb; weiße Honigverdeckelung, brutferne Honigstapelung; Reinlichkeit; Krankheitsfestigkeit,;zieht Blütenhonig dem Blatthonig vor; leistungsfähig in Rotkleetrachten; Resistent gegen Tracheenmilben (nur die dunkle, lederbraune L.). Jedoch mangelhafte Vitalität, übergroße Brutlust; Neigung zum Verfliegen; verschwenderischer Verbrauch der Vorräte; helle Stämme besonders milbenanfällig (alle diese Nachteile sind sehr ausgeprägt bei den sehr hellen amerikanischen Stämmen)

Beurteilung: generell weniger gut für Kreuzungszucht geeignet; nur dunkle, lederbraune L. eignet sich für die Kreuzungszucht mit z.B. der Buckfastbiene (mütterlicher u. väterlicher Seite); dies gilt auch unabhängig von der Bienenrasse.

 

Gelb gefärbte Ligustica

Bemerkung:

 

Litorea-Biene > Ostafrikanische Küstenbiene > Apis mellifera litorea

 

(es liegen derzeit keine weiteren Informationen über diese Bienenrasse vorvor)

 

 
 

 

Macedonica > Athosbiene > Apis mellifera macedonica

 

Pedigree: T (Macedonian Breeder)

(es liegen derzeit keine weiteren Informationen über diese Bienenrasse vor)

 

 
 

 

Maltabiene > Apis mellifera ruttneri

 

 

Pedigree: von der GdeB (Gemeinschaft der europ. Buckfastimker e.V.) nicht geführt, da die Maltabiene nicht zur Kombinationszucht mit Buckfast verwendet wird.

Vorkommen: Insel Malta im Mittelmeer

Aussehen: Sehr breite Körperform (breiteste Biene), mit kürzeren Beinen und Flügeln als die Intermissa und Sicula.

Eigenschaften: Heute gibt es auf Malta wegen der verstärkten Importe (um Varroaverluste auszugleichen wurden vorwiegend Königinnen aus Italien importiert) fast nur noch Kreuzungsbienen,mit entsprechend negativen Eigenschaften (Stechlust).

Beurteilung: Verwandtschaft mit den Bienen Nordafrikas (Apis mellifera intermissa) und Siziliens (Apis mellifera sicula) ist offensichtlich.

 

 

 
Bemerkung:

 

Meda > Persische Biene > Apis mellifera meda

 

Pedigree: I (Iranian Breeder)

Vorkommen: Persien; bekannte Herkünfte: TAKAB und SARDAST.

Aussehen:

Eigenschaften:

Beurteilung:

 

 
Bemerkung:

 

Monticola > Afrikanische Bergbiene > Apis mellifera monticola

 

Pedigree: M (Monticola Breeder)

Vorkommen: Ost-Afrikanisches Gebirgs- und Hochgebirgsland (Regenwälder des Kilimandscharo-Gebietes/ Kenia, Tanzania) in Höhen von 2000 - 3000 m.

Aussehen: Biene mittlerer Grösse (grösser als andere afrik. Bienen.) mit einheitlich schwarzem Erscheinungsbild (Arbeiter, Drohnen u. Königin); Königinnen haben sehr lange Beine und dunkelfarbene Flügel; der Kubitalindex der Arbeitsbienen wird mit 2,35 (n=9) bzw. 2,37 (n=50) angegeben.

Eigenschaften: verkürzte Verdeckelungsdaür (Arbeiterbienen schlüpfen nach 19 - 20 Tagen, Königinnen ca. 1 1/2 Tage früher); die Monticola zeigt kaum Schwarmtrieb; baut kleinere Zellen als die europ. Bienenrassen (es gibt offensichtlich Linien mit grösseren und kleineren Arbeitsbienen); weniger angriffslustig als andere afrik. Bienen, teilweise ohne Schleier zu behandeln; kaum Benutzung von Propolis.

Beurteilung: wegen der kürzeren Verdeckelungsdaür für die Varroatoleranzzucht (Kreuzungszucht / Importe aus Kenia sind bekannt/ siehe Elgonbiene)) sehr interessante Bienenrasse, die als Varroatolerant gilt. Bei kreuzung mit der Buckfastbiene erhält man eine Biene mit geringem Schwarmtrieb, die bei ausreichender Raumgabe kaum eine Schwarmkontrolle erfordern.

 


Bild1: Monticola-Königin/ die Arbeitsbienen sind F1-Nachkommen aus der Buckfast-Anpaarung

Bild2: Sehr große Monticola-Drohne. Die Drohne im Bild ist wegen des Kreuzungs-Effektes so groß und auch weil sie aus einer größeren Drohnenzelle geschlüpft ist.

Bild3: Drei Arbeitsbienen auf Apidea-Rähmchen links: Monticola/ mitte: Buckfast/ rechts: Monticola Die Monticola-Arbeitsbienen sind aus vergrößerten Wabenzellen (Zellmaß 5,5 mm/ anstatt kleiner 5 mm bei natürlichem Monticola-Wabenbau) geschlüpft. Deshalb ist die rechte Monticola-Arbeitsbiene größer als die Buckfastbiene.


Bild 1

 

 

Bild2

 

 


 

Bild3

Alle Fotos: Erik Österlund, Schweden

Bemerkung: natürliche Kreuzungen mit der Scutellata im gleichen Lebensgebiet sind bekannt. Diese Kreuzungsbienen zeigen eine wesentlich höhere Aggressivität.

 

Primorski-Biene > ARS-Primorski

Pedigree: P (ARS-Primorski Breeder)

Vorkommen: In der Primorski-Region an der russischen Pazifikküste (Ost-Sibirien, Nähe Wladiwostok).Bienen wurden Ende des 19. Jahrhunderts durch Imker, vor allem aus der Ukraine, in dieses Gebiet gebracht und wurden meist in Dadantbeuten gehalten. Dort erfolgte evtl. schon damals der erste Kontakt mit der Varroa-Milbe durch die örtlich vorhandene östliche Honigbiene (Apis cerana).

Aussehen: Meist dunkel, ähnlich Carnica bzw. Caucasica. Es gibt jedoch auch Linien mit gelben Ringen, ähnlich der Ligustica.

Eigenschaften: Primorski-Bienen werden als verhältnismässig sanftmütig eingeschätzt. Propolisverwendung gering.Brutnestaufbau ähnlich der früher in Deutschland beheimateten Landbiene (zentral in der Brutwabe mit Pollen- u. Futterkranz).

Beurteilung: Die Biene gilt als weitgehend Varroatolerant und hat eine hohe Resistenz gegen die Tracheenmilbe (Acarapis woodii). In ihrerer Heimat wurde die Biene nach unseren Informationen auf Brutwaben mit Zellmass 5,1 mm gehalten, evtl. besteht hier ein Zusammenhang mit der Varroatoleranz. Züchterisch ist die Biene noch wenig bearbeitet.

 

 

 

 

Foto: Josef Koller

 

 

 

Foto: Josef Koller

Bemerkung: Importe aus USA (ARS-Zuchtprogramm der Arbeitsgruppe Dr. Rinderer). Benennung erfolgt nach Farben und Jahreszahl, z.B. No. P4(JK)= .01-pure ARS-Primorsky import, Line Blü00. Die ersten Primorski-Königinnen kamen 1997 nach USA und wurden dort zur Nachzucht in Ableger eingeweiselt.

 

Syriaca > Syrische Biene > Apis mellifera syriaca

 

Pedigree: von der GdeB (Gemeinschaft der europ. Buckfastimker e.V.) nicht geführt, da sie nicht zur Kombinationszucht mit Buckfast verwendet wird.

Vorkommen:

Aussehen: Syriaca, Cyprica und Fasciata sind sich in Farbe und sehr ähnlich

Eigenschaften: sehr Kältempfindlich; ungemein stechlustig; nicht spontan aggressiv, jedoch mit enormer Verfolgungssucht wenn sie gereizt wird;

Beurteilung: wirtschaftlich für die Zucht nicht interessant, da alle vorhandenen Eigenschaften auch bei der Fasciata vorhanden sind

 

 
Bemerkung:

 

Sahariensis > Saharabiene > Apis mellifera sahariensis

 

Pedigree: S (Sahariensis Breeder)

Vorkommen: Atlasgebiet in Marokko

Aussehen: äusserliche Merkmale und Aussehen wie Apis indica

Eigenschaften: überaus nervös; neigt dazu im Winter auszufliegen; sehr graü Honigverdeckelung; Wirrbau und Kittharz nur beschränkt; sehr schwarzsuchtanfällig; verarbeitet Heidehonig nur unzureichend; nicht stechlustig; große Flugkraft und hoher Sammeleifer;

Beurteilung: bei ungeeigneter Kreuzung können enorme Stecher entehen (auch plötzlich wieder in F5 und mehr). Sahariensis x Buckfast mit überragender Honigleistung, sehr starke Völker mit hoher Vitalität, Langlebigkeit und Flugkraft. Dabei sind die Völker sehr schwarmträge, haben kaum Drohnenbau, bei jedoch sehr reger Baulust.

 

 

Bemerkung:

 

Scutellata > Südostafrikanische Hochlandbiene > Apis mellifera scutellata

 

 

Wabe eines Scutellata-Volkes mit Arbeiterinnen- u. Drohnenbrut

 

 

Pedigree: von der GdeB (Gemeinschaft der europ. Buckfastimker e.V.) nicht geführt, da sie nicht zur Kombinationszucht mit Buckfast verwendet wird.

Vorkommen: Südostafrikanisches Hochland (500 - 2500 m Seehöhe). Bienenrasse wird in Südafrika (ohne Kapland), Zimbabwe, Südost-Zambia, Malawi, Tansania, Botswana, Südnamibia, Kenia und Südäthiobien gehalten

Aussehen: sehr kleine schlanke Biene mit spitzem, hocherhobenen Hinterleib, der 1 bis 2 orangefarbene Ringe hat; helle, dichte Filzbinden, nicht sehr breit; oft mischfarbene (gelb bis dunkel) Arbeiterbienen, die Drohnen sind einheitlich schwarz.

Eigenschaften: gilt als aggressivste Biene bzw. hat den höchsten Selbstverteidigungssinn; hat wie alle afrikanischen Bienenrassen eine verkürzte Verdeckelungsdaür; hohe Fluggeschwindigkeit (zickzackförmiger Flug), höhere Flügelschlagfreqünz; hohe Abwehrbereitschaft gegen Bienenfeinde; Verfolgungswut bei Reizung; nicht wabenstetig, stark unruhig und stets räuberbereit; baut kleinere Zellen als europ. Bienen (ca. 4,8 - 4,9 mm bei etwa 32 mm Wabenmittenabstand). Hoher Schwarmtrieb, jedoch trotzdem hohe Honigleistung (Durchschnittserträge von 170 kg sind bekannt). Hohe Legeleistung der Königin, bis zu 3500 Eier pro Tag. Entwicklungsdaür der Arbeitsbiene 19 Tage

Beurteilung: seit Einführung der Scutellate in Südafrika wurden dort die Honigerträge wesentlich gesteigert. Berichten zufolge ist diese Biene als Varroatolerant zu betrachten

 


 

Bemerkung: die Scutellata ist in reiner Form in Europa nicht winterfähig.

 

Sizilianische Biene > Apis mellifera sicula

Vorkommen: Die Biene war einst über ganz Sizilien verbreitet Man nahm jedoch an, dass sie wegen der vielen Bienenimporte, die man ab 1930 durchführte, ganz verschwunden sei. Es wurden jedoch noch einige Völker in der Gegend von Palermo gefunden.
Zwischenzeitlich gilt der Bestand als gesichert. Der namhafteste Züchter dieser Biene in Sizilien ist Carlo Amodeo.

Aussehen: Da dise Biene genetisch mit der Nordafrikanischen Biene verwandt ist, ist sie wie diese dunkel. Sie hat drei dünne Hinterleibsbinden, der Körper ist nicht so gedrungen, wie z.B. bei der Nigra.

Eigenschaften:
Die Biene hat ein ausgeprägtes schwarmverhalten und kann oft eine enorme Anzahl von Schwarmzellen ansetzten (mehrere hundert). Im relativ kleinen Erstschwarm befinden sich oft schon mehrere Jungköniginnen. Dies kann zur Teilung des Schwarmes führen. Oft folgen kleine Nachschwärme.
Die Sicula brütet in Sizilien in niedrigen Lagen das ganze Jahr ohne Unterbrechung. Nur in Höhenlagen über 600m kommt es zu kurzen Brutpausen. Frühe Pollen- und Nektartrachten nützt sie gut, da sie bereits im Dezember bzw. Januar ein starkes Brutnest hat. Ende Februar fliegen bereits die ersten Drohnen. Die Sicula gilt als sehr sparsame Biene, besonders im Vergleich mit der Italien sonst meist vorkommenden Ligustica. Es gibt sehr sanftmütige Sicula-Linien, einige sind jedoch aggressiv.


Besonderheit: Die Sicula ist sehr widerstandfähig gegen Varroa. Dies mag auch darin begründet sein, dass ihre Brutnesttemperatur um 2°C über der üblichen Brutnesttemperatur liegt. Sicher ist es auch das ausgeprägte Schwarmverhalten, das die Entwicklung der Varroa nachhaltig stört.

Die Biene ist sehr robust, Temperaturschwankungen (Tag/ Nacht) von über 40^C übersteht sie problemlos.

Unicolor-Biene > Madegassische Biene > Apis mellifera unicolor

 

(es liegen keine weiteren Informationen vor)

 

 

 

 
 

 

 

 

Hybridbienen / Linienhybriden

Dies sind Rassenkreuzungen, die irrtümlich als Hypriden bezeichnet werden. Bekannt in Imkerkreisen wurden Kreuzungen von Ligustica x Caucasica (von Dadant & Sons/ USA mit Lienenbezeichnungen z.B. STARLIINE und MIDNITE). Die Fa. R.S. Weaver/ USA vermarket Kreuzungen von Buckfast mit Ligustica. In wieweit diese Kreuzungen erbfest sind, bzw. in der Weiterzucht wieder Aufspalten ist nicht bekannt.